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Was hat Nachhaltigkeit mit Äpfeln in einem kolumbianischen Supermarkt zu tun?
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Was hat Nachhaltigkeit mit Äpfeln in einem kolumbianischen Supermarkt zu tun?

Yexpert Stories: Quality and Sustainability Manager Carolina

Diesmal in unserer Serie "Yexpert Stories": Carolina Arias Bustos. Sie ist unsere Qualität & amp; Nachhaltigkeitsmanager. Was macht sie bei Yex im Bereich Nachhaltigkeit und Qualität und wie kombiniert sie beides?

Was mir zuerst in den Niederlanden auffiel, als ich 2009 aus Kolumbien hierher kam, um meiner großen Liebe zu folgen? Nicht die Mühlen. Nicht einmal der ordentlich geregelte Verkehr, der „zu Hause" in Bogota zuweilen anders ist. Nein, was mir am meisten auffiel, waren die Äpfel in den Supermärkten. Alle gleich! Ich war fassungslos. Sie sahen aus wie falsche Äpfel. Ein riesiger Unterschied zu einem kolumbianischen Supermarkt. Große Äpfel, kleine Äpfel, Äpfel mit einem braunen Fleck oder einer Beule sind dort durcheinander gemischt.

Wie passend, dass ich elf Jahre später bei Yex an einem Projekt arbeite, das viel damit zu tun hat: die Verschwendung von Lebensmitteln. Die Äpfel im Supermarkt sind so schön - ich weiß es jetzt - weil wir als Verbraucher sehr hohe ästhetische Ansprüche haben. Natürlich ist und bleibt die Qualität extrem wichtig, aber ab und zu geht es zu weit. Zum Glück wird uns immer bewusster, dass eine Passionsfrucht mit einer kleinen Unebenheit auch gut schmeckt und Geschmack ist auch Qualität. Die Supermärkte hören genau zu, was die Verbraucher wünschen und so sehen wir immer mehr Vielfalt in Form, Größe und Farbe in den Regalen.

Als Quality and Sustainability Manager betrachte ich die gesamte Kette vom Erzeuger bis zum Verbraucher. Von dem Moment an, in dem eine Avocado vom Baum genommen wurde, kann man die Qualität nicht mehr verbessern, sondern nur noch erhalten. Je besser die Qualität, desto weniger Abfall. Deshalb setze ich mich für höhere Qualität und weniger Abfall ein und zwar so früh wie möglich in der Kette. Vorzugsweise beim Landwirt. Natürlich gibt es immer noch Verschwendung, die sich nicht vermeiden lässt. Deshalb engagieren wir uns in der Stiftung „Samen Tegen Voedselverspilling" (Gemeinsam gegen Lebensmittelabfälle). Wir suchen auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, um unsere Restbestände aufzuwerten. Mein Ideal ist, dass unsere Ketten kreisförmig sind, sodass nichts an Wert verloren geht.

Noch wichtiger sind die Menschen, die die Ketten aufrecht erhalten. Die meisten Landwirte wollen nachhaltig anbauen. Aber es beginnt mit fairen Preisen für ihre Produkte, damit sie die Mittel haben, in bessere Produktionsmethoden zu investieren. Da ich in ständigem Kontakt mit unseren Lieferanten stehe, lerne ich sie gut kennen und höre, womit sie es zu tun haben. Ich möchte, dass es beim Kauf unserer Produkte um mehr geht als nur um Preis und Qualität. Ich möchte auch wissen, wie ihre Arbeitsbedingungen sind, ob sie Zugang zu sauberem Wasser haben. Welche Auswirkungen die Produktion auf ihre Umwelt und ihre Gemeinschaft hat. Mit ihnen Schritte zu unternehmen, gibt mir Energie.

Häufig hört man die Diskussion über lokalen gegen weltweiten Handel. Unser Obst und Gemüse ist exotisch und kommt deshalb oft von weit her. Dieser Handel ist voller interessanter Paradoxien. Tropische Früchte aus Südamerika wachsen normalerweise unter einem Klima, das die Effizienz der Produktion fördert: genügend Sonne und Wasser. Wenn wir vor Ort die gleichen Früchte anbauen würden, würde dies den Einsatz von Dünger, Wasser, Pestiziden und die Infrastruktur von Gewächshäusern erhöhen. Exotische Früchte sind ein Genuss für die Sinne und stecken voller Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und anderer gesunder Nährstoffe. Was für mich aber schwerer wiegt, ist, dass wir damit das Wirtschaftswachstum vieler Bauernfamilien unterstützen können. Wir können einen positiven Beitrag zur Transformation unseres globalen Ernährungssystems leisten.

Wir weichen diesen großen Fragen gewiss nicht aus. Für uns ist Nachhaltigkeit nicht einfach irgendwas weit entferntes, auch wenn die Produkte von weit her kommen. Nein, wir wollen als Lieferant eines überraschend exotischen Sortiments bekannt sein. Aber auch als Lieferant mit einem Auge für die Menschen und Ökosysteme, die unsere Produkte möglich machen. Ohne Zugeständnisse.

Vorig recept Ist diese ganze E-Commerce-Sache nicht ein wenig zu exotisch für unser Geschäft?
Volgend recept „Yex" wird noch mehr „Flex"
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